Einführung


Welche Problematik entsteht an der Börse für den ‚konventionellen‘ Anleger?


Der konventionelle Aktienanleger orientiert sich bei der Aktienauswahl häufig an sog. Fundamentalkriterien, wie etwa Umsatz- und Gewinnwachstum. Wenn hier ein attraktives Unternehmen gefunden wurde, wird investiert und auf Kursgewinne gewartet. Häufig geschieht stattdessen jedoch etwas Unerwartetes: Der Aktienkurs fällt, obwohl das Unternehmen gem. Fundamentkriterien weiterhin attraktiv erscheint.

Doch wie kann es dazu kommen?

-> Einfache Antwort: Der Kurs einer Aktie bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage und durch nichts anderes!

Sicherlich können gute Fundamentalkriterien eines Unternehmens dafür sorgen, dass ein Aktienkurs steigt, da hohes Interesse an den Aktien vorhanden ist (=hohe Aktiennachfrage) und wenige Anleger die Aktien verkaufen wollen (=geringes Aktienangebot). Diese Argumentation gilt häufig jedoch nur in einem sehr sehr langfristigen Kontext.

Was Aktiennachfrage und -angebot treibt, ist häufig vielmehr die Verfassung des gesamten Aktienmarktes. Eine fundamental starke Aktie, wird sich nur in den seltensten Fällen gegen den Gesamtmarkt stemmen können.

Wenn ein Aktienanleger in sog. Baisse-Phasen, also bei schlechter Entwicklung des Gesamtmarkets, dennoch gewinnen möchte, muss er bereit sein, auf sinkende Aktienkurse zu spekulieren. Börse ist eben keine Einbahnstraße.


Vor welchen Herausforderungen stehen Daytrader?


Die jüngere Börsengeschichte brachte vor dem Hintergrund der modernen Informtionstechnologie vermehrt das sog. Daytrading hervor. Diese Form der Spekulation fußt auf sehr kurzrfistigen Entscheidungen und minimaler Verweildauer in der eingegangen Position. Neben hohen Transaktionskosten durch das ständige Wechseln der Positionen, steht der Daytrader vor enormen psychischen Herausforderungen: Er muss ständig Entscheidungen treffen und ärgert sich oftmals über im Nachhinein falsche Entschidungen.

Zu Beginn muss der Daytrader aber zunächst eine Stratiegie bzgl. Einstiegs- und Ausstiegsszenarien finden und sich von vornherein bewusst sein, dass Daytrading oftmals eine konzentrationsintensive und tagesfüllende Tätigkeit ist.


Warum mit System an die Börse?


Ein Anleger, der mit System an die Börse geht, kann häufig die Probleme des konvenstionellen Börsenanlegers sowie des Daytraders umgehen. Am Anfang der Konzeption eines Handelssystems steht immer eine Idee über das Verhalten von Börsenkursen. Von der reinen Idee gelangt der Anleger zu einem Handelssystem durch Anreicherung um Einstiegs-, Ausstiegs- und Risikomangementstrategien sowie technischer Umsetzung. Jedes erfolreiche Handelssystem durchläuft konzeptionell diese 3 Phasen. Die Idee bzw. Hypothese über das Verhalten von Börsenkursen mündet hierbei manchmal in anspruchsvolle mathematische Algorithmen, kann aber umgekehrt häufig auch mit sehr einfachen Handlungsheurisitken einher gehen.

Vorteil gegenüber konventionellem Investieren an der Börse:

-> Börse wird nicht mehr als Einbahnstraße begriffen („Kaufen und liegenlassen – am Ende wird sicher alles gut“), sondern als Institution, in der verschiedenste Investoren mit verschiedensten Motiven agieren. Mit einem Handelssystem können Sie sich darauf einstellen.

Vorteil gegenüber Daytrading:

-> Der psycholigische Druck kann durch Handelssysteme stark gesenkt werden. Mit einem Handelssystem entscheidet die Logik des Systems und der Datrader muss selbst keine Entscheidungen mehr treffen. So kann das Handelssystem den Daytrader massiv entlasten. Außerdem sinkt die zeitliche Beanspruchung des Daytraders rapide, da nicht ständig Kurse verfolgt werden müssen und der Daytrader diese gewonne Zeit für schöne Dinge nutzen kann.


Welche Nachteile haben Handelssysteme?


Wesentliches Problem bei der Nutzung von Handelssystemen ist, dass vergangene Erfolge niemals eine Garantie für künftige Erfolge darstellen. So können bspw. Handelssysteme konzipiert werden, die perfekt die Kursentwicklung einer Aktie oder eines Index an der Börse in der Vergangenheit widerspiegeln, aber für die Gegenwart und Zukunft keinen Erfolg aufweisen. Hier sollte man sich den Gefharen des Modell-Overtunings bewusst sein.


Welche Arten von Handelssystemen gibt es?


Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Handelssystemen: semiautomatische und vollautomatische Handelssysteme. Bei den semiautomatischen Handelssystemen generiert zwar das Handelssystem die Signale zu Ein- un Ausstieg, jedoch muss der Nutzer die Order selbst platzieren. Bei vollautomatischen Handelssystemen werden die Signale erzeugt und automatisch eine Order platziert (sog. ‚execution‘).

Von vollautomatischen Handelssystemen geht ein um ein Vielfaches höheres Risiko aus, da der Anleger keine direkte Kontrolle über Kauf- und Verfkaufsentscheidungen mehr ausübt und bspw. technische Fehler zu gravierenden Folgen führen können. Auf dieser Website werden ausschließlich semiautomatische Handelssysteme vorgestellt.


Wann werden die Signale der Handelssysteme auf dieser Website vorgestellt?


Auf dieser Webiste werden täglich die Signale der Systeme 1 und 2 vorgestellt. Dabei werden abends nach transatlantischem Börsenschluss die Rechenkerne der Handelssysteme gestartet und die Signale bis zu Beginn des kommenden Börsentages veröffentlicht.


Was macht den Erfolg in der Vergangnenheit der beiden vorgestellten Handelssysteme aus?


Interessant ist, dass nur ca. 20-30% der Trades der Systeme 1 und 2 in der Vergangenheit erfolgreich war. D.h. dass in 70-80% der Fälle mit den Trades Verluste eingefahren wurden. Wie konnten diese Systeme dann erfolgreich sein? Nun, durch Risikomanagementstrategien wird der Verlust jedes Trades stark begrenzt, während die Gewinne laufen gelassen werden. D.h. die 20-30% Gewinntrades weißen pro Trade einen wesentlich höheren durchschnittlichen Gewinn aus, als der Durchschnittsverlust der 70-80% Verlusttrades. Im Ergebnis folgen die Handelssysteme der Idee der Antifragilität – es wird von der Volatilität an den Märkten profitiert (zum Begriff antifragil s. N. N. Taleb “Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen”, 2013).

 

 


Schauen Sie sich auf den nächsten Seiten die Beschreibungen der Systeme 1 und 2 an, um Details zur Funktionsweise und historischer Performance zu erfahren